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Wüstenblume - Filmkritik

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Wüstenblume

„Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, was es heißt, eine Frau zu sein“ entgegnet das berühmte Fotomodel Waris Dirie, die nach einer dramatischen Kindheit um den Wert der Frau kämpft. Die „Wüstenblume“ - so die Übersetzung ihres Namens – erfuhr das Ritual der „Genitalverstümmelung“ in der somalischen Heimat, das dort sämtlichen jungen Frauen widerfährt. Das Drama basiert auf die gleichnamige Autobiografie der Waris Dirie, die sich mit dem Thema erstmals deutlich an die Öffentlichkeit wandte. Im Jahre 2009 näherte sich die deutsch-amerikanische Regisseurin Sherry Hormann der Schicksalsgeschichte aus filmischer Sicht.

Im Kampf um das Überleben flieht die junge Waris schließlich nach Amerika. Die Somalierin hinterlässt nicht nur ihre Heimat, sondern eine qualvolle Kindheit, die für die afrikanischen, jungen Frauen dort Alltag ist. Geprägt durch das Ritual der „Genitalverstümmelung“ und der drohenden Zwangsheirat sieht diese nur ein Ziel vor Augen: Die dortige Situation soll an die Öffentlichkeit gelangen. Durch Zufall lernt Dirie den Starfotograf Terence Donaldson kennen. Durch eine anstehende Karriere erreicht sie letztendlich die Aufmerksamkeit die sie benötigt, um auf die vorliegenden Missstände aufmerksam zu machen.

Sherry Hormann verdeutlicht anhand dieses Einzelschicksals, dass Leid und Unterdrückung überall auf der Welt lauern und es sich lohnt, gegen jene Ansichten zu kämpfen. Dem Zuschauer wird verdeutlicht, dass „Wüstenblume“  nicht nur eine „Cinderella-Story“ ist, sondern auf wahren Begebenheiten basiert. Die Gewalt der Bildsprache lässt einen nicht nur schweigsam zurück, sondern regt ab der ersten Minute zum Umdenken an. Die Darstellung überzeugt durch eine Mischung aus ruhigen und schnittarmen Sequenzen, kombiniert mit brilliant adaptierten Dialogen, die nicht nur die Realität spiegeln, sondern auch zum Nachdenken anregen. Gerade erstere Passagen bleiben mit dem Soundtrack von Martin Todsharow in Erinnerung. Trotz allem hätte man dem - in Rückblenden dargestellten - Schicksalsweg etwas mehr Aufmerksamkeit und Spielzeit zuordnen dürfen, der im Verlauf gefühlt transparenter wird.

„Wüstenblume“ ist ein Werk, bei dem beim Publikum Emotionen aufkommen werden. Man erfährt als Zuschauer eine Einzelgeschichte, die stellvertretend für die Lebenssituation in Somalia steht. Der Fall der Waris Dirie ist ein autobiografisches Paradebeispiel für „Unterdrückung“ überall auf unserem Planeten. Hormann hat einen Film erschaffen, der nicht nur unter die Haut geht, sondern auch unsere Augen zu öffnen versucht.

 

  • Genre: Drama
  • Regisseur: Sherry Hormann
  • Hauptdarsteller: Liya Kebede, Sally Hawkins, Craig Parkinson, Meera Syal, Anthony Mackie
  • Erscheinungsjahr: 2009

9.5 von 10

 

>> LINK: WOOTY - TIPP AUF ARD-SOMMERKINO-PROGRAMM  >>

>> LINK: FILM-WEBSEITE - WÜSTENBLUME>>

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