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DAS MILLIONENSPIEL - Filmkritik

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Das Millionenspiel

„Wie viel Brutalität muss in einem Menschen angestaut sein, damit er dieses Spiel für ernst hält ?“ Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich der Schauspieler Dieter Hallervorden, nachdem der WDR im Jahre 1970 eine Filmproduktion im Stile einer authentisch wirkenden Unterhaltungsshow ausgestrahlt hatte. „Das Millionenspiel“ sollte als fiktives TV-Format die strittige Entwicklung des Fernsehens kritisch beleuchten. Dies ist dem Kultfilm damals nicht nur gelungen, sondern wurde von den Zuschauern vor den Bildschirmen auch als reales Szenario empfunden.

In der gleichnahmigen TV-Show „Das Millionenspiel“ des Privatsenders TETV treten Kandidaten freiwillig gegen die „Köhler-Bande“ (darunter Dieter Hallervorden) an. Ziel ist es, zu überleben, um an 1 Million DM zu kommen. Die Geschichte beginnt mit dem letzten Spieltag der 15. Runde, in welcher  der Protagonist Bernhardt Lotz sein Leben riskiert.

Basierend auf der Kurzgeschichte „The Prize of Peril“ des amerikanischen Autors Robert Sheckley, haben Tom Toelle und Wolfgang Menge eine TV-Produktion erschaffen, welche aus heutiger Sicht ein erschreckend visionäres Abbild der Momentanen Fernsehlandschaft darstellt. Neben zahlreichen Werbeunterbrechungen, findet der Zuschauer etliche Elemente wieder, die man heutzutage in jedem Privatsender zweifelsohne findet. Der Kandidat wird von Kameras bewacht, während parallel eine effektgeladene Unterhaltungsshow unter der Moderation eines Moderators (Thilo Uhlenhorst – Dieter Thomas Heck) ausgetragen wird. Neben Zuschauerbefragungen, stehen Außenaktionen im Mittelpunkt, bei welchen es um Leben und Tod geht. Der Zuschauer selbst entscheidet, ob der Kandidat unterstützt werden soll oder nicht. Abgesehen von einer lebensgefährlichen Hetzjagt, spiegelt das Werk bereits zu frühen Zeiten wieder, welche Stellung das Fernsehen in der modernen Gesellschaft einnehmen wird. So ist das Fernsehen sowohl im fiktiven Millionenspiel, als auch in der heutigen Situation das Medium, um die Sensationsgier des Zuschauers gewissermaßen zu stillen. So singen sich Bewerber Woche um Woche vor Gesangsjuroren die Seele aus dem Leib oder stellen sich in einem abgelegenen Dschungel abstoßenden Aufgaben, um das Publikum zu unterhalten. Tom Toelle und Wolfgang Menge gehen mit der Menschenjagt noch einen Schritt weiter, die die gewollte Kritik dennoch funktionierend unterstreicht. „Im Grunde war das damals von mir schon alles so gesehen.“, entgegnet Wolfgang Menge in einem WDR-Interview.

„Das Millionenspiel“ ist ein Klassiker, welcher auf sehr authentische Weise die Entwicklung der Unterhaltungsmedien, besonders des Fernsehens in Augenschein nimmt. Neben dem kritischen Unterton, sei der Streifen alleine durch die Hauptdarsteller und TV-Größen Dieter Thomas Heck (ZDF-Hitparade) und Dieter Hallervorden („Die Didi-Show“) zu empfehlen. Dieser Klassiker ist auch heute noch eine große Empfehlung!

  • Genre: Drama / Fernsehfilm
  • Regisseur: Tom Toelle
  • Hauptdarsteller: Dieter Hallervorden, Dieter Thomas Heck
  • Erscheinungsjahr: 1970

 

LINK: WDR-AUDIO-BEITRAG ÜBER "DAS MILLIONENSPIEL"

LINK: 3SAT-VIDEOBERICHT ÜBER "DAS MILLIONENSPIEL"

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